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Blick über das Aostatal von La Salle bei Courmayeur

Foto: R Boed · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Technik

Freeride in Italien: 15 Top-Spots von Alpen bis Apennin

Freeriden in Italien: die besten Tiefschnee-Routen abseits der Piste, die nötige Ausrüstung und Sicherheitstipps für erfahrene Skifahrer.

Redazione Funivie.it 8. Februar 2026 4 Min. Lesezeit

Freeride ist Skifahren in seiner reinsten Form: frischer Schnee, Stille und Linien, die man selbst zieht. Italien bietet mit seinen sehr unterschiedlichen Bergen einige der besten Freeride-Möglichkeiten Europas. Von den Dolomitenwänden über die Couloirs im Aostatal bis zu den Überraschungen im Apennin: Hier sind die 15 Spots, die jeder Freerider kennen sollte.

Sicherheit zuerst

Achtung: Freeriden birgt erhebliche Risiken durch Lawinen, Gletscherspalten und unbekanntes Gelände. Sie brauchen die Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) und müssen sie sicher bedienen können. Fahren Sie immer mit erfahrenen Begleitern und lesen Sie vor jeder Tour den Lawinenlagebericht.

Mehr dazu in unserem Artikel über Sicherheit am Berg und Lawinenschutz.

Aostatal: die großen Couloirs

1. Monte Rosa, Alagna Valsesia

Alagna ist die Freeride-Hauptstadt Italiens. Die Abfahrten von der Punta Indren (3.275 m) bieten:

  • Canale di Olen: ein Klassiker, den man gefahren sein muss, 1.500 m Höhenunterschied
  • Val d’Otro: lange Abfahrt mit lange liegendem Schnee in den Rinnen
  • Pulverschnee, der sich dank der Nordexposition gut hält
  • sehr erfahrene Bergführer vor Ort

2. Courmayeur, Mont Blanc

Der Mont Blanc ist das Dach Europas, mit legendären Abfahrten:

  • Vallée Blanche: die berühmteste Abfahrt der Alpen (französische Seite, erreichbar von Courmayeur)
  • Toula: technische Couloirs mit bis zu 2.000 m Höhenunterschied
  • organisierte Führungen mit ENSA- und CAI-Bergführern

3. Champoluc, Monterosa Ski

Champoluc im Monterosa Ski bietet Freeride für den Einstieg:

  • Routen, die Sie direkt von den Liften erreichen
  • Col di Pinter und Val di Nana für Tiefschnee
  • Freeride-Camps mit einheimischen Bergführern

4. Cervinia-Valtournenche

Cervinia hat weite, offene Hänge, ideal für Powder:

  • Ventina und Cime Bianche: weite Hänge über 3.000 m
  • schneesicher dank der großen Höhe
  • offenes Gelände, auch für Freerider mit mittlerem Können

Trentino-Südtirol: Dolomiten und mehr

5. Arabba, Marmolata

Arabba-Marmolada bietet den höchsten Punkt der Dolomiten:

  • vom Gipfel der Marmolata (3.343 m) Abfahrten über den Gletscher
  • Couloirs unter den Cime d’Ombretta
  • Anschluss an die Sella Ronda für Tage mit mehreren Spots

6. Sulden am Cevedale

Sulden ist ein wildes, wenig besuchtes Skigebiet:

  • Ortlergletscher bis 3.905 m
  • lange, anspruchsvolle Skitourenabfahrten
  • Neuschnee, der tagelang unverspurt bleibt

7. San Pellegrino, Passo San Pellegrino

San Pellegrino hat Nordhänge, wie gemacht für Powder:

  • Cima Uomo und Col Margherita: klassische Routen
  • in den Nordrinnen hält sich der Schnee lange
  • echte Dolomitenlandschaft, wenig touristisch

Lombardei und Piemont

8. Bormio, Vallecetta

Bormio ist mehr als die Stelvio-Piste:

  • Vallecetta: das bekannteste Freeride-Couloir im Veltlin
  • Abfahrten von der Cima Piazzi (3.439 m)
  • die Veltliner Bergführer gehören zu den erfahrensten Italiens

9. Madesimo, Pizzo Groppera

Madesimo hat Routen mit viel Höhenunterschied:

  • vom Pizzo Groppera: 1.800 m Abfahrt
  • Canale della Groppera: klassisches Steilwandskifahren
  • in 2 Stunden von Mailand erreichbar

10. Macugnaga, Monte Rosa (Piemonteser Seite)

Macugnaga liegt unter der Ostwand des Monte Rosa:

  • die eindrucksvollste Kulisse der Alpen
  • anspruchsvolle Skitouren
  • Abfahrten vom Belvedere-Gletscher

11. Bardonecchia, Jafferau

Bardonecchia hat mit dem Jafferau einen Sektor, der ganz dem Freeride gehört:

  • offene, nordseitige Hänge
  • reichlich Neuschnee durch den Stau-Effekt atlantischer Fronten
  • gut mit dem Zug erreichbar (TGV ab Paris)

Venetien und Friaul

12. Civetta, Alleghe

Civetta liegt vor der Nordwestwand der Civetta:

  • steile, wilde Rinnen
  • ursprüngliche Dolomitenatmosphäre, fernab vom Massentourismus

13. Sella Nevea, Canin

Sella Nevea hält einen Rekord: Hier fällt der meiste Schnee der Ostalpen.

  • bis zu 5-6 Meter Schnee pro Jahr
  • einzigartiges Karstgelände mit Dolinen, Höhlen und Rinnen
  • Abfahrten vom Monte Canin (2.587 m) Richtung Slowenien

Apennin: Überraschungen für Freerider

14. Campo Imperatore (Abruzzen)

Campo Imperatore bietet Freeride, wo man es nicht erwartet:

  • Hänge über 2.500 m mit Neuschnee
  • wildes Gelände wie eine Mondlandschaft, kein Andrang
  • Abfahrten vom Corno Grande (2.912 m) mit CAI-Bergführern

15. Ätna (Sizilien)

Etna Nord: Freeride auf einem aktiven Vulkan.

  • Abfahrten über Vulkanasche und Schnee
  • ein weltweit einzigartiges Erlebnis
  • Blick aufs Mittelmeer während der Abfahrt

Die wichtigste Freeride-Ausrüstung

AusrüstungWarum sie unverzichtbar ist
LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät)Ortung nach einem Lawinenabgang
LawinenschaufelAusgraben bei der Kameradenrettung
Sondegenaue Ortung der verschütteten Person
Lawinenairbag-Rucksackzusätzlicher Schutz vor Verschüttung
breite Ski (100-120 mm Mittelbreite)Auftrieb im Tiefschnee
Helm mit NackenschutzSicherheit in unebenem Gelände

Für die aktuelle Schneelage hilft Ihnen unser Bergwetter bei der Tourenplanung.

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