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Die Talstation der Gondelbahn Paganella 2001 in Andalo

Foto: Z thomas · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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LEITNER auf der Mountain Planet: DirectDrive für Skigebiete

LEITNER auf der Mountain Planet 2026 und die neue Seilbahn Bozen-Jenesien: warum der DirectDrive-Antrieb für Skigebiete und Betreiber zählt.

Redazione Funivie.it 1. Mai 2026 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert am 1. Mai 2026

Die Mountain Planet 2026 ist eine dieser Messen, auf denen man sofort sieht, wohin sich die Seilbahnbranche bewegt. Es geht nicht nur um Modelle, Renderings und Slogans: An den Ständen zeigen sich die echten Prioritäten von Herstellern und Betreibern. LEITNER hat dort die DirectDrive-Technologie in den Mittelpunkt gestellt, zusammen mit dem Projekt der künftigen Seilbahn Bozen-Jenesien (San Genesio). Sie wurde als erste Pendelbahn mit dieser Lösung angekündigt und soll 2027 in Betrieb gehen.

Für Skigebiete ist die Nachricht nicht nur deshalb interessant, weil sie von einem großen Hersteller kommt. Wichtiger ist das Signal: Neue Seilbahnen werden nicht mehr nur nach Förderleistung oder Kabinenkomfort beurteilt, sondern auch nach Effizienz, einfachem Betrieb und Zuverlässigkeit über die Jahre. Genau hier wird DirectDrive zum Thema.

Was sich mit DirectDrive ändert

Einfach gesagt liegt die Stärke von DirectDrive darin, den Antriebsstrang zu vereinfachen. Weniger mechanische Bauteile bedeuten, zumindest in der Theorie, weniger empfindliche Stellen, weniger Routineeingriffe und einen gleichmäßigeren Betrieb.

Für Betreiber ist das keine technische Nebensache. Jedes Bauteil weniger, das überwacht werden muss, kann bedeuten:

  • besser planbare Wartung
  • weniger ungeplante Stillstände
  • weniger Betriebsunterbrechungen
  • bessere Kostenkontrolle über die gesamte Lebensdauer der Anlage

Natürlich muss jedes Projekt als Ganzes bewertet werden: Gelände und Trassenverlauf, Wind, Andrang, touristische Anforderungen und städtebauliches Umfeld. Die Richtung ist aber klar. LEITNER setzt auf eine Anlage, die nicht nur „Menschen befördert“, sondern das mit einer Logik tut, die näher an industrieller Effizienz liegt als am bloßen Ersatz einer alten Bahn.

Warum Bozen-Jenesien so wichtig ist

Die künftige Seilbahn Bozen-Jenesien ist das Musterbeispiel dieser Entwicklung. Es handelt sich nicht um eine klassische Skiverbindung, sondern um eine Infrastruktur, die in die Mobilität der Region und den Ausflugstourismus eingebunden ist. Gerade deshalb beobachten auch die Betreiber von Skigebieten das Projekt genau: Was in einer städtischen oder stadtnahen Verbindung funktioniert, kann später auch die Technikwahl am Berg beeinflussen.

Der Wert des Projekts liegt in drei Punkten.

1. Seilbahn als Verkehrsmittel, nicht nur als Touristenattraktion

Seilbahnen werden immer öfter als Teil eines größeren Verkehrsnetzes gesehen. Sie verbinden Parkplätze, Dörfer, Bahnhöfe und Aussichtspunkte und verringern Verkehr und Wartezeiten. Wird eine Technik in einem so sichtbaren Umfeld gewählt, gewinnt sie auch für touristische Anlagen an Glaubwürdigkeit.

2. Effizienz und Nachhaltigkeit als Verkaufsargumente

Ein Skigebiet verkauft heute nicht nur Schnee, sondern Erlebnis, Zuverlässigkeit und Image. Eine Anlage, die weniger verbraucht, seltener gewartet werden muss und einfacher zu betreiben ist, lässt sich auch wirtschaftlich besser vertreten. Das gilt besonders für Betreiber, die alte Anlagen ersetzen oder stark beanspruchte Infrastruktur länger nutzen müssen.

3. Innovation, die der Gast spürt

Für die Fahrgäste zählt Technik dann, wenn sie das Erlebnis verbessert. Leisere Kabinen, aufgeräumte Stationen, flüssigere Abläufe und ein regelmäßigerer Betrieb merkt jeder sofort. Anders gesagt: Innovation wirkt, wenn man sie sieht und hört und wenn der Ski- oder Ausflugstag dadurch reibungsloser verläuft.

Worauf Skigebiete in den nächsten Monaten achten sollten

Die Botschaft der Mountain Planet 2026 lautet nicht, dass alle ab morgen ihre Anlagen austauschen müssen. Sie ist nützlicher: Wer in den nächsten Jahren investiert, sollte genau prüfen, welche Lösungen die Gesamtkosten einer Anlage senken, nicht nur den Anschaffungspreis.

Bei der Bewertung eines neuen Projekts lohnen sich deshalb diese Fragen:

  • Wie viel Wartung braucht die Anlage über die Jahre tatsächlich?
  • Wie einfach sind Ersatzteile und Service zu bekommen?
  • Wie entwickelt sich der Energieverbrauch?
  • Wie wirkt sich die Anlage auf die Wahrnehmung der Gäste aus?
  • Lässt sich die gewählte Technik auf weiteren Linien im Skigebiet einsetzen?

Oft wiegen die Antworten darauf schwerer als die Zahl der Plätze in der Kabine.

Die Einschätzung von Funivie.it

Warum diese Ankündigung Aufmerksamkeit verdient, ist einfach: Sie zeigt gut, wo die Branche gerade steht. Die führenden Unternehmen bringen Lösungen auf den Markt, die Ingenieurskunst und Automatisierung verbinden, mit einem klaren Versprechen an die Betreiber: weniger Komplexität, mehr Kontrolle.

Für die italienischen Skigebiete ist das eine gute Nachricht, denn der Anlagenbestand im Land ist sehr uneinheitlich. Neben ganz neuen Bahnen gibt es noch viele Anlagen, die ersetzt oder grundlegend modernisiert werden müssen. Technologien wie DirectDrive sind hier nicht nur „Messeneuheiten“, sondern ein möglicher Maßstab für die nächsten Investitionen.

Quellen

  • LEITNER, World’s first aerial tramway with DirectDrive technology: Bolzano-San Genesio line to open in 2027
  • Funivie.org, LEITNER a Mountain Planet 2026

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