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Sauris di Sotto mit der Kirche St. Oswald in Friaul

Foto: Johann Jaritz · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Ratgeber

Die schönsten Bergdörfer Italiens im Schnee

Italiens schönste Bergdörfer im Winter: von Cortina und St. Ulrich bis zu versteckten Perlen im Apennin, wo der Schnee Landschaften wie im Märchen zaubert.

Redazione Funivie.it 3. Februar 2026 4 Min. Lesezeit

Wenn der Schnee die Schieferdächer bedeckt, die Pflastergassen in Märchenkulissen verwandelt und die Kirchtürme in weiße Decken hüllt, zeigen sich die Bergdörfer Italiens von ihrer schönsten Seite. Ski fahren muss man dafür nicht: Ein Spaziergang, ein gutes Essen und ein grandioser Ausblick genügen.

Dolomiten: Dörfer zwischen den Gipfeln

Cortina d’Ampezzo (Venetien)

Cortina d’Ampezzo, die „Königin der Dolomiten“, ist weit mehr als ein Skiort. Der Corso Italia gehört zu den elegantesten Straßen der Alpen: Boutiquen, traditionsreiche Cafés und beleuchtete Schaufenster sorgen für eine zeitlose Weihnachtsstimmung.

  • Nicht verpassen: die Basilika Santi Filippo e Giacomo, das Panorama an den Cinque Torri
  • Spezialitäten: Casunziei mit Roter Bete, Apfelstrudel

St. Ulrich / Ortisei (Trentino-Südtirol)

Im Herzen von Gröden ist St. Ulrich ein Zentrum der ladinischen Kultur. Die Straßen im Ortskern säumen Häuser mit Fresken und Holzschnitzereien, Zeugnisse der traditionellen Grödner Schnitzkunst.

  • Nicht verpassen: die Via Rezia mit den Werkstätten der Holzschnitzer, das Museum Gherdëina
  • Spezialitäten: Schlutzkrapfen, Spinatknödel

Innichen / San Candido (Trentino-Südtirol)

Nahe dem Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten liegt Innichen, ein mittelalterlicher Ort mit einer Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert und einer zauberhaften Atmosphäre im Winter.

  • Nicht verpassen: die Stiftskirche, der Weihnachtsmarkt (im Dezember)
  • Spezialitäten: Tirtlan (Tiroler Krapfen), Gulasch

Klausen / Chiusa (Trentino-Südtirol)

Klausen liegt auf dem Weg ins Skigebiet Gitschberg Jochtal und gehört zu den „Borghi più belli d’Italia“, den schönsten Dörfern Italiens. Das Kloster Säben thront über dem Ort wie ein alpiner heiliger Berg.

  • Nicht verpassen: Kloster Säben, die mittelalterliche Hauptgasse
  • Spezialitäten: traditionell geräucherter Speck

Aostatal: ursprüngliche Berge

Cogne (Aostatal)

Cogne ist das Tor zum Gran Paradiso. Im Winter wird die Wiese von Sant’Orso zu einer weißen Fläche am Fuß der Berge, und das Dorf hat sich eine seltene Ursprünglichkeit bewahrt.

  • Nicht verpassen: die „alpine Kathedrale“ des Gran Paradiso, die Eisfälle
  • Spezialitäten: Crema di Cogne, Mocetta (luftgetrocknetes Fleisch)

Chamois (Aostatal)

Chamois ist die höchstgelegene Gemeinde Italiens, die nur mit der Gondelbahn erreichbar ist (es gibt keine Straße!). Im Winter ein Paradies aus Stille und unberührtem Schnee.

  • Nicht verpassen: der Blick aufs Matterhorn, Schneeschuhwanderungen
  • Spezialitäten: Alm-Fontina, Carbonade (Aostataler Rindfleischeintopf)

Piemont: okzitanische und Walser-Dörfer

Macugnaga (Piemont)

Macugnaga am Fuß der Monte-Rosa-Ostwand hat seine ursprüngliche Walser-Architektur bewahrt: Häuser aus dunklem Holz mit Blumenbalkonen (auch im Winter!).

  • Nicht verpassen: die alte Walserkirche in Staffa, das Bergmuseum
  • Spezialitäten: Batsulà (überbackene Polenta), Haselnusskuchen

Bardonecchia (Piemont)

Bardonecchia hat eine Altstadt mit mittelalterlichen Laubengängen und wirkt wie eine kleine Bergstadt, nicht wie ein Touristendorf.

  • Nicht verpassen: der Jugendstil-Palazzo delle Feste, Les Arnauds (okzitanischer Weiler)
  • Spezialitäten: Gofri (piemontesische Waffeln), Génépi

Mittel- und Süditalien: Überraschungen im Apennin

Pescocostanzo (Abruzzen)

Nahe Roccaraso liegt Pescocostanzo, eines der schönsten Bergdörfer Italiens. Die Stiftskirche Santa Maria del Colle, die Adelspaläste und die gepflasterten Gassen verbreiten unter dem Schnee Renaissance-Flair.

  • Nicht verpassen: die Basilika, die Klöppelkunst (Tombolo), die Spitzen
  • Spezialitäten: Confetti aus Sulmona, Arrosticini (Schafsspießchen)

Scanno (Abruzzen)

Nahe dem gleichnamigen Skigebiet liegt Scanno, ein mittelalterliches Juwel zwischen den Bergen, mit seinem herzförmigen See und labyrinthischen Gassen.

  • Nicht verpassen: der Lago di Scanno, die traditionellen Trachten von Scanno
  • Spezialitäten: Pan dell’Orso (Honig-Mandel-Gebäck), Mostaccioli

Civitella Alfedena (Abruzzen)

Mitten im Nationalpark Abruzzen liegt dieses winzige Dorf, umgeben von jahrhundertealten Buchenwäldern. Im Winter lassen sich Wölfe, Hirsche und Gämsen beobachten.

  • Nicht verpassen: das Wolfsgehege (Area Faunistica del Lupo), Schneeschuhtouren im Park
  • Spezialitäten: Pecorino aus den Abruzzen, Sagne e fagioli (Nudeln mit Bohnen)

Morano Calabro (Kalabrien)

Nahe dem Pollino liegt Morano Calabro, ein Dorf wie eine Krippe, auf einen Hügel gebaut. Unter dem Schnee wird es zu einem Bild von bezaubernder Schönheit, aus dem die bunten Häuser hervorleuchten.

  • Nicht verpassen: das Kloster San Bernardino da Siena, das Museum für Landwirtschaftsgeschichte
  • Spezialitäten: Fileja mit Ragù, Peperone crusco (knusprig frittierte Paprika)

Tipps für den Besuch im Winter

  1. Kommen Sie zum Sonnenuntergang: Das goldene Licht auf dem Schnee ergibt magische Fotos.
  2. Essen Sie typisch: in einer Trattoria im Ort, nicht in einer Kette.
  3. Kaufen Sie Handwerk: Jedes Dorf hat seine eigenen Produkte (Holz, Stoffe, Keramik).
  4. Übernachten Sie im B&B: Das ist ein ganz anderes Erlebnis als im Hotel.
  5. Gehen Sie ohne Eile spazieren: Diese Dörfer genießt man zu Fuß und langsam.

Die Skigebiete in der Nähe dieser Dörfer finden Sie auf unserer Übersicht der Skigebiete.

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